Genitalwarzen / HPV
HPV-Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs
Das humane Papillomavirus (HPV) gehört in den USA zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. In den USA infizieren sich jährlich 6 Millionen Menschen mit dem humanen Papillomavirus.
Es ist erwiesen, dass HPV bei Frauen bestimmte schwerwiegende Erkrankungen verursacht. Es ist die Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs.
Auch bei Männern kann es ernsthafte Erkrankungen verursachen und trägt durch Übertragung auf Frauen zur weiteren Verbreitung des Virus bei.
Gardasil (Impfstoff gegen HPV-bedingten Gebärmutterhalskrebs) ist ein Impfstoff, der kein lebendes Virus enthält.
Er wird in einem Zeitraum von 6 Monaten in 3 Dosen verabreicht. Er gilt als hochwirksamer Impfstoff gegen 4 Virustypen, die Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen (Kondylome) verursachen.
GARDASIL® 0,5 ml IM — Zusammensetzung und Handelsform:
Gebrauchsfertige Injektionssuspension in einer Fertigspritze [Quadrivalenter, rekombinanter Impfstoff gegen das humane Papillomavirus (Typen 6, 11, 16, 18)]
Das Virus wird durch Protein nachgeahmt. Zusammensetzung: in 1 Dosis (0,5 ml):
- HPV-Typ 6 L1-Protein — 20 Mikrogramm
- HPV-Typ 11 L1-Protein — 40 Mikrogramm
- HPV-Typ 16 L1-Protein — 40 Mikrogramm
- HPV-Typ 18 L1-Protein — 20 Mikrogramm
In welchem Alter sollte die Impfung erfolgen?
Der HPV-Impfstoff kann bei Frauen zwischen 12 und 30 Jahren verabreicht werden, frühestens ab dem 9. Lebensjahr.
Warum wird er in so jungem Alter empfohlen?
Wird der Impfstoff vor Beginn der sexuellen Aktivität und vor einer Ansteckung mit einem der HPV-Typen verabreicht, erzielt er die höchste Wirksamkeit.
Wirkt der Impfstoff auch bei Frauen, die bereits sexuell aktiv sind?
Bei Frauen, die bereits sexuell aktiv sind, wirkt der Impfstoff — sofern noch keine Ansteckung mit dem Virus erfolgt ist — genauso wie bei Frauen ohne jegliche sexuelle Aktivität.
Selbst wenn Sie sich bereits mit einem HPV-Typ infiziert haben, zeigen Studien, dass der Schutz gegen die anderen 3 Typen fortbesteht.
Wie wird der HPV-Impfstoff verabreicht?
Gardasil muss intramuskulär (in den Muskel) entweder in den Deltamuskel des Oberarms oder in die obere Außenseite des Oberschenkels (nahe der Hüfte) injiziert werden.
In unserem Zentrum injizieren wir in der Regel in die obere Außenseite des Oberschenkels, da dies Armschmerzen vermeidet und die Verteilung im Bein schneller erfolgt.
Vor der Injektion tragen wir ein betäubendes Gel auf und sprühen unmittelbar vor der Injektion ein Kühlspray auf.
So verspüren die Patientinnen keinen Nadelschmerz.
Können schwangere Frauen geimpft werden?
Wir empfehlen und verwenden den HPV-Impfstoff bei schwangeren Frauen NICHT.
Studien zu den Nebenwirkungen von Gardasil bei Schwangeren und ungeborenen Kindern sind bislang unzureichend.
Obwohl bisherige Studien und Untersuchungen keine unerwünschten Wirkungen bei Schwangeren und Neugeborenen gezeigt oder belegt haben, sind die vorliegenden Daten hinsichtlich eindeutiger Beweise noch unzureichend.
Unsere Empfehlung ist, mit dem Beginn oder der Vervollständigung ausstehender Dosen bis nach dem Ende der Schwangerschaft zu warten.
Frauen, die die erste Dosis erhalten haben und danach eine Schwangerschaft feststellen, empfehlen wir, die weiteren Dosen nach der Geburt fortzusetzen.