Hymenrekonstruktion
Temporäre Hymenrekonstruktion
Temporäre Eingriffe:
Diese Art der Hymenrekonstruktion eignet sich für Frauen, deren sexuelle Aktivität kurz bevorsteht. Der Eingriff besteht darin, gegenüberliegende Punkte entlang der zirkulären Linie oder innerhalb der Vulva mit einer Naht zu verbinden. Diese Eingriffe können bereits eine Stunde vor dem geplanten Termin oder — je nach Gewebebeschaffenheit — bis zu fünfzehn Tage vorher durchgeführt werden; die Entscheidung darüber trifft der Arzt.
Das Ziel der temporären Hymenrekonstruktion ist dasselbe wie bei der dauerhaften: das Auslösen einer Blutung.
Die von Patientinnen dazu am häufigsten gestellte Frage lautet:
Ist die dauerhafte oder die temporäre Methode besser?
Bedenkt man, dass das Ziel bei allen Arten und Techniken der Hymenrekonstruktion dasselbe ist, wird schnell klar, dass sich der Unterschied zwischen diesen Eingriffen vor allem im Zeitpunkt zeigt.
Für eine Frau, die keinen konkreten zukünftigen Zeitpunkt für sexuelle Aktivität plant, ist zunächst die dauerhafte Hymenrekonstruktion die zu bevorzugende Option.
Für Frauen mit einem konkreten, feststehenden Termin für sexuelle Aktivität können, je nach Zeitpunkt, beide Methoden angewendet werden.
Beispielsweise reicht für eine Frau, die innerhalb einer Woche mit ihrem Partner sexuell aktiv sein wird, die Heilungszeit (Verbindung der Gewebeschichten) bei der dauerhaften Methode nicht aus.
Auch temporäre Eingriffe lassen sich in Untergruppen einteilen.
Zusammengefasst unter Hauptkategorien:
1. Technik: Verbindung der im Vaginalbereich verbliebenen Hymenreste.
2. Technik: Falls kein Hymenrest im Vaginalbereich vorhanden ist, werden die geeignetsten Punkte des inneren Vaginalgewebes miteinander verbunden.
Diese Techniken müssen selbstverständlich vom behandelnden Arzt anhand der Vaginalstruktur der Patientin und dem Vorhandensein von Hymenresten festgelegt werden.
Bei temporären Eingriffen wird kein Laser verwendet!
Temporäre Hymenrekonstruktionen erfolgen zu 99 % ohne Inzision, also ohne Schnitt. Aus diesem Grund wird bei temporären Eingriffen kein Laser eingesetzt.
Eine weitere häufig gestellte Frage zum temporären Eingriff betrifft die Sichtbarkeit oder Erkennbarkeit der Naht.
Hier kommt selbstverständlich die Erfahrung ins Spiel. Bei einem Eingriff, der von einem in der Hymenoplastik erfahrenen Arzt durchgeführt wird, sind weder Nahtmaterial noch Nahtspuren jemals sichtbar.
Neben der Erfahrung des Arztes spielt auch die Wahl des chirurgischen Nahtmaterials für die temporäre Hymenrekonstruktion eine große Rolle.
Ein erfahrener Arzt bevorzugt selbstverständlich das beste verfügbare Nahtmaterial unter den medizinischen Verbrauchsmaterialien.
Wir bevorzugen heute für resorbierbare Nahtmaterialien (selbstauflösende Fäden), die inzwischen auch von türkischen Herstellern angeboten werden, die weltweit führende Marke Ethicon.
Ein weiteres Merkmal des von uns bei temporären Hymenrekonstruktionen verwendeten Nahtmaterials Ethicon Vicryl Rapide ist, dass es nach der Gewebeverbindung nie sichtbar bleibt (es nimmt gewissermaßen die Farbe des Gewebes an).
Keine unserer Patientinnen, die eine temporäre Hymenrekonstruktion durchführen ließen, kann jemals eine Operationsspur erkennen, selbst wenn sie den Vaginalbereich berührt oder betrachtet.
Temporäre Eingriffe dauern durchschnittlich 15–25 Minuten.
Es kursiert hartnäckig die falsche Information, dass Patientinnen nach temporären Eingriffen nicht baden dürften.
Das bei temporären Eingriffen verwendete Nahtmaterial, also der resorbierbare Faden, löst sich weder durch Baden noch durch ein Vollbad in heißem Wasser auf.
Wie bereits erwähnt, verwenden wir "Ethicon Vicryl Plus Rapide", und dieses Nahtmaterial löst sich bei vorübergehendem Kontakt mit heißem Wasser niemals vorzeitig auf.
Der Ursprung dieser falschen Information liegt im organischen Nahtmaterial namens Catgut, das früher verwendet wurde (heute verboten ist).
Das resorbierbare Catgut wurde in Europa verboten, da es Infektionen verursachen kann.
Da sich Catgut sehr schnell auflöst, muss der Kontakt mit Wasser vermieden werden.
Bei den mit neuer Technologie hergestellten, chemischen und antibakteriellen resorbierbaren Fäden der neuen Generation besteht kein Infektionsrisiko.
Sie haben mit Ihrem Arzt gesprochen und sich für eine temporäre Hymenrekonstruktion entschieden.
Ihre persönliche, stets an Ihrer Seite befindliche Pflegekraft bringt Sie in den Behandlungsraum und hilft Ihnen bei der Vorbereitung.
Anschließend kommt Ihr Arzt und beginnt mit dem Eingriff.
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Unser Verständnis der örtlichen Betäubung unterscheidet sich etwas.
Die klassische örtliche Betäubung, also die Betäubung des zu behandelnden Bereichs, beginnt mit einer Injektion in den Bereich.
Da Patientinnen sich vor der Injektion im Vaginalbereich sehr fürchten und sich anspannen, können sie stärkere Schmerzen empfinden.
Aus diesem Grund beginnen wir die örtliche Betäubung mit einer komfortablen, völlig schmerzfreien Sprühtechnik.
Eine speziell vorbereitete Betäubungslösung wird zunächst auf den gewünschten Bereich gesprüht.
In dieser Phase spüren die Patientinnen keinerlei Schmerz.
Anschließend ist der besprühte Bereich betäubt, und die örtliche Betäubung wird per Injektion vervollständigt.
Bislang hat keine unserer Patientinnen Nadelschmerzen verspürt.
Der Eingriff dauert durchschnittlich 15–20 Minuten. Danach können unsere Patientinnen ihrem Alltag und ihrer Arbeit nachgehen.
Von außen ist niemals erkennbar, dass ein Eingriff stattgefunden hat.
Danach kommt es in der Regel zu keiner nennenswerten Blutung. Es ist jedoch völlig normal, 1–2 Tropfen Fleckenbildung auf der Slipeinlage zu bemerken.
Wir geben unseren Patientinnen einige Empfehlungen für die verbleibende Zeit bis zum Geschlechtsverkehr.
Sportliche Aktivitäten bis zum Geschlechtsverkehr pausieren.
Keine Enthaarung mittels Wachs im Genitalbereich vornehmen.
Keinesfalls Medikamente vom Typ Aspirin (Acetylsalicylsäure) einnehmen, da diese die Blutung verstärken könnten.
Alkoholkonsum einschränken, um übermäßige Blutungen zu vermeiden.
Vorsicht walten lassen, um traumatische Ereignisse zu vermeiden. Dies sind unsere wichtigsten Empfehlungen.
Bei Fragen zur temporären oder dauerhaften Hymenrekonstruktion können Sie uns gerne anrufen.