SoftCare Clinic

Sexuell übertragbare Krankheiten

HIV

HIV-Test: Blutprobe

Erregerkarte

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  • Von links nach rechts: Probenart · Testfenster (Tage) · durch Behandlung beseitigt (Tablette) oder Virus bleibt (Virus) · Partnerbehandlung · Kontrolle nach 3 Monaten · Schwangerschaftsscreening · in der Klinik oder Überweisung.

Die Fenstertage sind ungefähre Werte; je nach Testtyp entscheidet die Ärztin bzw. der Arzt.

Symptome

Bei der akuten Infektion (2–4 Wochen nach dem Kontakt) kann ein grippeähnliches Bild auftreten: Fieber, Halsschmerzen, Lymphknotenschwellung, Ausschlag, Muskelschmerzen. Viele Menschen haben keine oder nur leichte Symptome. In der chronischen Phase kann es jahrelang keine Symptome geben. Wenn die Abwehr nachlässt, können opportunistische Infektionen und Gewichtsverlust auftreten. Fehlende Symptome bedeuten nicht, dass keine Infektion vorliegt.

Diagnose

Die Diagnose wird mit serologischen und molekularen Tests gestellt. Am häufigsten werden kombinierte Antigen-/Antikörpertests (4. Generation) eingesetzt. Ein positiver Suchtest wird mit einem Bestätigungstest (Western Blot oder Nukleinsäuretest) gesichert. Das diagnostische Fenster hängt vom Testtyp ab; bei Antigen-/Antikörpertests beträgt es meist 18–45 Tage. Ein negatives Ergebnis sollte nach einem Risikokontakt im passenden zeitlichen Abstand wiederholt werden.

In der Schwangerschaft wird beim ersten Vorsorgetermin ein HIV-Test empfohlen. Bei Risiko wird er im dritten Trimester und bei der Geburt wiederholt. Andere STI (Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien, Hepatitis B und C) sollten gleichzeitig abgeklärt werden.

Behandlung und Vorbeugung

Die HIV-Behandlung (ART) erfolgt nicht in der Klinik. Bei positivem Ergebnis wird die Patientin zur antiretroviralen Therapie und Verlaufskontrolle an ein geeignetes Zentrum überwiesen. Eine früh begonnene Behandlung erhält die CD4-Zahl, senkt die Viruslast und verringert die Ansteckungsfähigkeit (U=U: Eine nicht nachweisbare Viruslast verhindert die sexuelle Übertragung).

Schutzmöglichkeiten:

  • Kondome
  • Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP): Antiretrovirale Medikamente täglich oder als Injektion für Menschen mit Risiko
  • Post-Expositions-Prophylaxe (PEP): kurzzeitige Behandlung, die innerhalb von 72 Stunden nach einem Risikokontakt begonnen wird
  • Regelmäßige Tests
  • Mit ART in der Schwangerschaft sinkt das Risiko einer Übertragung von der Mutter auf das Baby unter 1 %

PrEP und PEP werden in geeigneten Zentren geplant. Bei SoftCare werden weder HIV-Behandlung noch PrEP/PEP begonnen; es erfolgt eine Überweisung.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verhindern HIV-Test und Behandlung die Übertragung von der Mutter auf das Baby weitgehend. Bei Schwangeren, die behandelt werden und eine nicht nachweisbare Viruslast haben, ist ein Kaiserschnitt nicht zwingend. Das Stillen wird individuell beurteilt. Positive Schwangere werden gemeinsam von Geburtshilfe und Infektiologie betreut.

Unser Vorgehen bei SoftCare

In der SoftCare Clinic beginnt die HIV-Abklärung mit der gynäkologischen Vorgeschichte und einer Risikoeinschätzung. Der Suchtest (Antigen/Antikörper) wird in einem Partnerlabor durchgeführt. Bei positivem Ergebnis erfolgt eine Überweisung zur Bestätigung. HIV-Behandlung, PrEP und PEP werden in der Klinik nicht durchgeführt; es erfolgt eine Überweisung an geeignete Zentren. Tests auf andere STI können gleichzeitig geplant werden. Bei einer Schwangerschaft wird das Vorgehen entsprechend angepasst. Vertraulichkeit ist oberstes Gebot. Die Meldepflicht wird erfüllt.

Termin: +90 212 241 30 10 · softcareclinic.com

Test hier, Behandlung im zuständigen Zentrum

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  • Die Blutprobe wird in der Klinik entnommen (dunkelgrüner Rahmen).
  • Ist das Ergebnis positiv, erfolgt eine Überweisung an das zuständige Zentrum, wo die Behandlung weitergeht (bernsteinfarbener Rahmen).

Die SoftCare Clinic ist kein Behandlungszentrum für HIV und chronische Hepatitis B.

Literatur

  • 1. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). HIV Testing. https://www.cdc.gov/hiv/testing/index.html
  • 2. Centers for Disease Control and Prevention (CDC). Preexposure Prophylaxis for the Prevention of HIV Infection in the United States—2021 Update.
  • 3. U.S. Department of Health and Human Services (HHS). Recommendations for the Use of Antiretroviral Drugs in Pregnant Women with HIV Infection.
  • 4. World Health Organization (WHO). HIV. Fact sheet.
  • 5. T.C. Sağlık Bakanlığı, Halk Sağlığı Genel Müdürlüğü (Gesundheitsministerium der Türkei, Generaldirektion für öffentliche Gesundheit). HIV/AIDS.
  • 6. U.S. Preventive Services Task Force (USPSTF). Screening for HIV Infection. Recommendation statement.
  • 7. Merck Manual Professional Edition. Human Immunodeficiency Virus (HIV) Infection.
  • Hinweis: Testalgorithmen, PrEP/PEP-Indikationen und das Vorgehen in der Schwangerschaft werden von der Ärztin bzw. dem Arzt nach aktuellen nationalen und internationalen Leitlinien aktualisiert. Dieses Literaturverzeichnis dient der Information.

Die Nennung einer Quelle bedeutet nicht, dass SoftCare diesen Text verfasst hat.

Medizinisch geprüft von Op. Dr. Şükrü Sanus, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe · Letzte medizinische Prüfung: